PFAFF

 Heute wieder schwarze Zahlen schreibt. Alles neu bie PFAFF

PFAFF Innovationen und Weltneuheiten
Exzellentes Produkt-Know-how und kontinuierliche Innovation – dafür steht die Traditionsmarke PFAFF (Industrial) seit nunmehr 145 Jahren.
Von der Entwicklung der ersten Nähmaschine mit Fadenabschneider bis hin zum High-Tech-Knopfannäher ,PFAFF 3307' liest sich die Geschichte der PFAFF Industrial Weltinnovationen wie ein ,roter Faden’. Dabei konnten wir stets neue Akzente am Markt setzen und so unser weltweites Kundennetzwerk mit ,stichfesten Lösungen’ weiterspannen.

 

Die PFAFF Industrial Innovationsgeschichte. Stich für Stich.

 

  • 1960: Die erste Maschine mit Fadenabschneider feiert Weltpremiere
  • 1960: Noch im selben Jahr wird der ölfreie Schnellnäher für „trockenes“ Arbeiten vorgestellt
  • 1967: Erfolgreiche Einführung der ersten Zickzack-Maschine mit 6.000 Stichen/Min.
  • 1968: PFAFF Industrial präsentiert den weltweit ersten Aufnäherautomat für Jeanstaschen
  • 1973: Für Präzisionsarbeit sorgt der erste programmierbare Konturenautomat der Welt
  • 1995: Step-and-Go – es folgt die Entwicklung des ersten Servo-Stop-Motores
  • 2003: Und wieder ein brandneuer Wurf – der ,PFAFF 3307' Knopfannäher
  • 2006: PFAFF Industrial gewinnt den 'IMB INNOVATION AWARD 2006' für die Lösung 'Programmiertes Schweißen mit 100% Parameterkontrolle'
  • 2007: Die Expertenjury des 'interzum award 2007' prämiert eine neu entwickelte PFAFF Industrial Polsternähmaschine mit der Auszeichung ‚BEST OF THE BEST’ im Themenbereich Polstermöbelfertigung und Bedding
  • 2007: Für die Lösung Ultraschall-Schweißmaschine 'PFAFF 8310 Cut & Seal' wird PFAFF Industrial von der INITIATVIVE MITTELSTAND der 'Innovationspreis 2007 Industrie' verliehen
  • 2009: PFAFF Industrial realisiert mit der POWERLINE 3745 erstmals eine Online-Fadenkraftregulierung für jeden Stich, sowie eine Fehlsticherkennung innerhalb und außerhalb von dokumentierten Nähten


Seit jeher ist PFAFF Industrial mit seiner Forschungs- und Entwicklungsabteilung am Puls der Zeit. Dies zeigen auch die regelmäßigen Beteiligungen an staatlich geförderten Forschungsprojekten. Mitte 2005 wurde beispielsweise ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Weiterentwicklung von Faser-Kunststoff-Verbund für den Einsatz in hochbelasteten Kraftübertragungs- und hochbeschleunigten Kinematikelementen abgeschlossen.

Mit modernster Technik, engagierten Mitarbeitern und dem richtigen Gespür für Entwicklungen und Trends im Standard- und Spezialmaschinenbau dürfen Sie sich auch in Zukunft über weitere Meilensteine von uns freuen.

 

Alles neu bei PFAFF


Fast hätte die Traditionsmarke PFAFF in Kaiserslautern den Geist aufgegeben. Joachim Richter ist es zu verdanken, dass der Hersteller von Industrienähmaschinen heute wieder schwarze Zahlen schreibt.

Ob er es schon einmal bereut hat? Auf die Frage muss Joachim Richter lachen. "Auf keinen Fall", versichert er. Der 49-Jährige hat im April das insolvente Traditionsunternehmen Pfaff in Kaiserslautern übernommen. Nachdem sich an dem notorisch defizitären Hersteller von Industrienähmaschinen und Schweißmaschinen in den vergangenen Jahren verschiedene Eigentümer die Zähne ausgebissen hatten, stehen die Chancen nun offensichtlich gut. "Wir schreiben schwarze Zahlen", sagt Richter - eine fast sensationelle Aussage für einen Pfaff-Chef.

Ein solider Mittelständler

Die Pfaff Industriesysteme und Maschinen AG soll künftig ein solider Mittelständler sein. Die Insolvenz könnte für das Unternehmen eine Chance gewesen sein. Rückblick: Im September 2009 stellt die Pfaff Industrie Maschinen AG Insolvenzantrag. Der Finanzinvestor und Mehrheitsgesellschafter GCI war nicht mehr bereit, neues Geld in das Unternehmen zu stecken, ein neuer Investor fand sich nicht. Für die noch verbliebenen 400 Mitarbeiter das vorerst traurigste Kapitel eines langen Niedergangs.

Noch in den 1980er Jahren hatte Pfaff 10.000 Menschen beschäftigt, den Großteil davon in Kaiserslautern. Nach einer ersten Pleite wurde das Geschäft mit den bekannten Nähmaschinen für den Hausgebrauch abgegeben. Gestoppt wurde der Niedergang nicht. Die Mitarbeiter wechselten nach der neuerlichen Insolvenz in eine Transfergesellschaft, inzwischen arbeiten aber 185 von ihnen für das neue Unternehmen. Allerdings nicht mehr im riesigen alten Pfaff-Areal direkt in der Stadt, sondern in einem schmucken neuen Werk in einem Industriegebiet vor den Toren Kaiserslauterns.

Zuversichtliche Stimmung

Große helle Hallen, lichtdurchflutete Büros hinter Glasscheiben und topmoderne Maschinen: Die Mitarbeiter müssen sich im Vergleich zu vor einem Jahr wie in einer anderen Welt fühlen. Geht man durch das neue Werk, merkt man eine gelöste und sehr zuversichtliche Stimmung. Der neue Chef Richter, der im nahen Konken eine Maschinenbaufirma betreibt, plaudert mit den Mitarbeitern. "Er geht jeden Tag durch die Firma", erzählt ein Beschäftigter. Auch bei der IG Metall ist man von der neuen Pfaff angetan.

Die bisher erreichte Zahl der Beschäftigten, die neuen Maschinen - "das macht doch Mut", sagt der Kaiserslauterer 1. Bevollmächtigte der Gewerkschaft, Norbert Kepp. Er sei sehr zuversichtlich, dass es mit dem "Aussaugen und Fallenlassen wie eine ausgetrocknete Kartoffel" bei Pfaff nun endgültig vorbei sei. Das neue Werk ist vielleicht der größte Startvorteil für Richter, es ist ihm quasi in den Schoß gefallen.

Effizienzt in neuen Hallen

Es war noch das alte Pfaff-Management, das mit tatkräftiger Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz ein neues Werk bauen ließen. Für Richter ein ganz wesentlicher Grund, den Einstieg zu wagen. "Hier können wir viel effizienter produzieren." Ein Beispiel: Das alte Areal war zehnmal so groß, im neuen Werk werden die Energiekosten entsprechend nur noch ein Zehntel betragen, schätzt Richter. Ein Maschinengehäuse wird heute in einer halben Stunde gefertigt, im alten Werk waren es dreieinhalb Stunden.

Das Land sichert den Pfaff-Neustart mit Bürgschaften ab. Für 2011 peilt Richter einen Umsatz von etwa 30 Millionen Euro an, in absehbarer Zeit sollen wieder rund 300 Menschen in dem Betrieb arbeiten - "99 Prozent aus der alten Pfaff", wie Richter betont. Ein wichtiger Markt wird auch in Zukunft Asien für das Unternehmen bleiben, wo die Masse der Textilproduzenten ihren Sitz haben. Pfaff bietet Nähmaschinen für verschiedene industrielle Anwendungen, aber auch innovative Schweißmaschinen, mit denen sich Textilien etwa mit Hilfe von Ultraschallwellen verschweißen lassen.

Wachsender Markt für "Made in Germany"

Richter glaubt, dass es einen wachsenden Markt für hochwertige Maschinen "Made in Germany" geben wird. «Die Unternehmen werden in Zukunft wieder verstärkt auf Qualität setzen», sagt der 49-Jährige. Er geht sogar davon aus, dass einige Textilproduzenten in absehbarer Zeit wieder in Europa produzieren könnten. Wie seine Mitarbeiter macht auch er einen entspannten Eindruck. Gibt es denn gar nichts, was ihn stört? Doch. Die Architektur des neuen Werkes ist nicht so ganz nach Richters Geschmack. "Die Abläufe sind hier top, keine Frage. Aber ich hätte nicht so viel Beton verbauen lassen", sagt der 49-Jährige Deutsche neu PFAFF Eigentümer.

www.naehmaschinen-deutschland.de

 

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